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51

Sonntag, 23. März 2003, 15:16

Zitat

Original von Tom
Leider ist auch bewiesen das es Moses und Jesus gab..


Jesus gab es vielleicht schon, aber er hat keinen Wunder vollbracht die übernatürliche Kräfte benötigen.

Ich glaub doch nicht an Geschichten, die sich Wüstenstämme als Gutenachtgeschichten erzählt haben. :rolleyes:

Vincent

Ich bin

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52

Sonntag, 23. März 2003, 19:36

Ich glaube nicht an Gott, weil ich ein verdammtes Modem habe 8)
Ich weiß nicht warum du diese Frage stellst, aber ich bin sicher dass.......ich muss weg

53

Freitag, 13. Juli 2012, 20:42

Ich persönlich glaube das es Gott gibt. Ich komm mit Atheisten gut aus aber um erhlich zu sein tun mir Atheisten ein bisschen Leid.
Nicht wegen Hölle oder sowas sondern weil meiner Meinung nach ein Glaube manchmal ziemlich gut ist z.b in traurigen Zeiten.

Ricardo

КОЛОбОК

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54

Freitag, 13. Juli 2012, 21:19

Altes Thema.
Ich glaube nicht an Gott. Beweisen kann man es eh nicht. Weder Existenz noch Nichtexistenz.
Darum auch Glaube.
Ich bin auch nicht Atheist. Dafür gibt es zu viele andere Dinge, an die ich gerne glaube. Agnostiker trifft es eher.
Tue ich dir dann auch leid?
Falls ja, gibt es keinen Grund dazu. Ich komme in meinem Leben hervorragend ohne Religionen/Sekten zurecht.
Auch in traurigen Zeiten.
Was natürlich nicht heißt, dass ich anzweifle, dass anderen Menschen dadurch geholfen sein kann.
Achtung!
Ironie, Sarkasmus, Anspielungen, schwarzer Humor sowie schlechter Anstand können einmalig oder gehäuft vorkommen. Sollten Sie dies nicht vertragen können oder unter epileptischen Anfällen leiden, schalten Sie den Monitor ab, konsultieren Sie einen Esotheriker und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

maxim_e

Wenn du mal groß bist, will ich so sein wie ich

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55

Freitag, 13. Juli 2012, 23:07

Wohl eine der häufigst gestellten Fragen der Menschheitsgeschichte - vielleicht nach "Was ist der Sinn des Lebens?", "Wie finde ich das?" und "What the Fuck?". Nun wie dem auch sei - Bei einem bin ich mir aber relativ sicher: Es ist die gottloseste Frage, die es je gab. Wenn man Gott als das ansieht, was er eigentlich sein soll ist es genau das Gegenteil jedweder vernünftigen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Gott, also der heute gewürdigte (christliche, muslimische jüdische) Einzelgott, ist ein Symbol für die Schaffung der Welt und aller darauf befindlichen Dinge (wie beispielsweise Regenwald, Mensch oder USB-Stick) und gleichzeitig für eine ungreifbare aber nahe Bezugsperson eines jeden Menschen. In anderen Religionen werden diese Aufgaben entweder einzelnd aufgeteilt, man könnte sagen föderalistisch verteilt. Ich denke da vor allem an Hinduismus, indianische oder altgrieschische polytheistische Religionsformen, oder sie werden komplett zu einem gottlosen Schicksalsbegriff zusammengefasst (Buddhismus, Konfuzianismus oder Voodoo). Allen Religionen gemein ist aber, das es immernur darum geht zum Ziel zu finden. Dieses Ziel ist die totale Rechtschaffenheit mit sich selbst und die endlose Frage "Bin ich glücklich". Man kann die Suche nach diesem Ziel auch mit der Frage nach dem Sinn des Lebens gleichsetzen, womit auch die nächste der existenziellen Fragen gelöst werden könnte.

Sollte es also keinen Gott geben, würde es kein Ziel mehr geben. Da der Mensch für gewöhnlich ein Idiot ist (mich und dich, lieber Leser, eingeschlossen) und nur in einigen wenigen Momenten wirklich die Sachen macht, die er tun sollte folgt er gerne einem anderen Kopf. Das nimmt zum einen das Denken ab, und erleichtert zum anderen das Bedürnis nach dem Rudel - der Mensch ist nämlich wie Hirsch, Löwe oder Ausrufezeichen in Internetchats ein solches Rudeltier. Aber ich scheine ein wenig abzukommen von meiner ursprünglichen Aussage: Der Mensch ist auf der Suche nach seinem Lebensziel. Dabei geht es weniger um das Ziel als um die Suche. Denn ernsthaft: Wenn du dein Lebensziel nach 13 1/2 Jahren gefunden hast, hättest du eine sehr langweilige Pubertät, und ein noch viel langweiligeres Berufsleben. Zumindest der zweite Punkt trifft auch noch die nächsten 50 Jahre zu - und ich kann mir zumindest vorstellen, dass auch das Leben als solches langweilig wird, wenn man seine Rente bekommt und im letzen Sommer Gott gefunden hat. Und damit wäre auch die zweite Frage geklärt: "Wie finde ich das?" -> selber suchen ist angesagt, alles andere ist Cheaten.

Du lieber Leser fragst dich gerade, was zur Hölle ich dann gerade mit dem Rudel wollte? Nun, lass mich ein wenig ausholen: Falls es nur nach dem Sinn des Lebens ginge, könnte jeder für sich suchen und suchen und suchen und sterben und finden. Aber falls du nun eine Gruppe hast, ein Rudel um auf den Begriff zurückzukommen, kannst du eine Eintrittsparty feiern, ein wenig suchen, mit den anderen Musikhören oder sogar machen, noch ein wenig suchen und schlussendlich mit anderen Menschen Emotionen austauschen, gegebenenfalls sogar mit vielen von diesen anderen etwas suchen und dann sterben. Du suchst also nicht weniger als ohne sie, hast dafür aber mehr Spaß... Das Problem mit all diesen Gruppen ist leider, dass die anderen Leute genauso am liebsten auf die lustigste Seite des Lebens schauen wollen. Was leider dazu führt, dass sich einer an die Spitze des ganzen setzt. Wobei ich diesen Begriff "leider" ganz bewusst gewählt habe. Denn es zählt für keinen Menschen nur der Sinn des Lebens, sondern auch die Möglichkeit dorthin zu kommen. Mit Geld kann man sich kein Glück kaufen, aber ohne Geld leider auch nicht. Und der einfachste Weg an Geld zu kommen ist Verantwortung und MAcht zu übernehmen. Dieses Bedürfnis besser zu sein als der andere, ohne dabei das Ziel zu verlieren, ist also die Idee, mit ein wenig Anstrengung jetzt Zeit zu haben um zu Gott zu finden. Das funktioniert leider nicht, ist aber auch egal, weil es weder dich lieber Leser, noch mich davon abhalten wird trotzdem an Geld/Macht/Ansehen kommen zu wollen. Falls du dich so langsam fragst, was das alles noch mit Gott zu tun hat, sind wir beim Stichpunkt "What the Fuck?" angekommen. Vielen Dank für das bisherige Lesen.

Diese Grundidee ist jedenfalls notwendig um zu verstehen, weshalb die Frage "Gibt es Gott?" gottlos ist. Gott - also das Ziel - ist die Seeligkeit oder, um es ein wenig umgangssprachlicher auszudrücken das Gute für mich. Dieses Bedürfnis nach etwas gutem für sich selbst, hat jedoch jeder. Und was das betrifft, hat jeder den Wunsch nicht bestraft zu werden und nicht gehasst zu werden, wenn er schon kein warmes Essen, Bewegungsfreiheit oder gute neue Simpsonsepisoden (um auf dieses Forum zurückzukommen) bekommt. Damit dies für dich möglich ist, brauchen wir beide (du Leser und ich) von unserem gegenüber das Verständnis. Falls wir also Gott suchen wollen, brauchen wir andere Leute die uns die Möglichkeit lassen, Gott zu suchen. In der idealen Welt wäre es jedem möglich seinen Glauben zu leben, und danach zu handeln. Agnostiker (Leute die ihr Ziel nicht Gott nennen und nicht einer Religion angehören wollen), Christen (ich könnte jede andere monetheistische Religion hier nennen, es ist allerdings wahrscheinlich, dass ein Großteil der maggied.de-Leser dieser Religion angehören, falls du Leser einer anderen monotheistischen Gruppierung angehörst, denk dir, diese würde vorne stehen), Polytheisten (hier erspare ich mir den langen Kommentar) und jedwede andere Gruppierung würde dem nächsten die Möglichkeit geben ausgiebig seinen Glauben zu leben und ihn gar nicht erst Fragen, ob es diesen Gott, an den der andere glaubt, überhaupt gibt. Die traurige Bestleistung in der Ausgrenzung Andersgläubiger hat in unseren Regionen leider die Katholische Kirche, was allerdings niemanden davon abhalten sollte, darüber nachzudenken, was an deren Glauben besser/schlechter sein könnte als an irgendeinem anderen. Hier waren einfach die falschen Idioten an der Macht.

Um nocheinmal auf die Ausgangsfrage "Gibt es Gott?" zurückzukommen, würde ich die Antwort geben "Ja, es gibt meinen Gott. Es gibt einen Gott, was jedoch nicht bedeutet, das dieser eine Gott der einzige sein soll. Es ist jedenfalls MEINER." Ich bin überzeugt davon, dass du, Leser, einen Gott hast, und je nach Gefühl wird sich dieser mit einem der vielen, vielen anderen Götter, die es bisher für jeden einzelnen Menschen gab decken und in anderen Momenten ganz einzigartig sein.

Gott ist das Ziel, und der Weg zu ihm zu kommen ist hart und leider keine Autobahn.

Holy Maccarony, das war jetzt aber viel Text. Schade, dass es kaum jemand lesen wird.

56

Samstag, 14. Juli 2012, 01:26

Häng entweder 'ne Quellenangabe an den Text, oder ne Medaille fürs Verfassen dieses genialen Textes. ;)

maxim_e

Wenn du mal groß bist, will ich so sein wie ich

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57

Samstag, 14. Juli 2012, 10:19

Dann bedank ich mich mal für die Medaille :-)